| Vorwort] Ich habe lange
überlegt, wie ich mein Zeugnis
an den Mann/Frau bringen kann,
denn bei mir, so dachte ich kommt
es auf die einzelnen kleinen
Strichpunkte an, die zeigen, das
Gott in mir gewirkt hat.
Mein Ziel war es Jesus in den
Mittelpunkt zu stellen. denn am
Ende hätte ich es ohne seine
Hilfe nie geschafft.
[Vorgeschichte]
Ich bin Katholisch
erzogen worden obwohl meine
Eltern zwar an Jesus glauben,
aber nicht sehr christlich waren.
Meine Kirchgänge bis zur
Beendigung der Kommunion waren
bei uns Pflicht, ehrlich gesagt
hat es mich angekotzt in der
Kirche zu sitzen und das
Geschwafel des Holländischen
Predigers zu lauschen, der noch
nicht mal richtig Deutsch konnte.
Nach jeden Kirchenbesuch kam ich
mit 1000 Fragen aus der Kirche
raus und stellte fest, das die
100 Fragen mit denen ich hinein
ging auch noch nicht beantwortet
waren.
Ich war zwar immer gut in
Religion doch all die Noten waren
nur Theorie. kennen gelernt sowie
viele andere hatte ich Jesus nie.
1970 adoptierten
meine Eltern ein Mädchen, nach
dem ich schon eins werden sollte
und dann doch ein Bub war. Ich
muß gestehen, das ich nicht
weiß, das sie mich das haben
spüren lassen, das ich ein
Mädchen hätte werden sollten,
doch hat es später Gedankliche
Folgen für mich gehabt, auf die
ich später mal kurz eingehe.
Das Adoptierte
Mädchen hieß Linda und ich
hatte sie sofort in mein Herz
eingeschlossen (sie war 4 und ich
war 5 Jahre alt). In den fast 5
Jahren,wo wir zusammen waren,
bemerkte ich, das uns nichts
auseinander bringen konnte,
außer der Tod, selbst intensiver
Streit war mit Kleinigkeiten
sofort wieder beschlichtigt und
mir wurde klar, das ich sie
heiraten würde,wenn wir
erwachsen wären.
Es war am 24.04.1974
als wir sowie jeden Tag bei
unseren Freunden spielen gingen.
Lindas Freundin war die Schwester
meines Freundes, was gut so war,
denn dann waren wir auch so
zusammen.
So um 16°° Uhr war bei
Zöllners immer Teatime und wir
haben dann meist draußen solange
auf die beiden gewartet.
Die Eltern unserer
Freunde waren gerade ein Haus am
bauen und zu diesem Zeitpunkt war
der Bau für den Abwasserkanal
dran. Ihr kennt bestimmt diese
Rohre , das sind jene, die mitten
auf der Straße nach unten ins
Abwasser gehen. Sie haben einen
Durchmesser von ca. 1 m und eine
dicke von mindestens 40 bis 50
cm. das sie Sau schwer sind,
könnt ihr euch denken.
Nachdem wir also
wieder einmal draußen auf unsere
Teetrinker warten mußten,
versuchte ich Linda davon zu
überzeugen, das es bestimmt
Spaß machen würde diese Rohre
zu gehen um dort weiter zu
spielen. Linda versuchte mich
fast 15 min davon überzeugen,
das unsere Mutter es verboten hat
dies zu tun, aber trotzdem gewann
ich mit meinen Argumenten.
Also gingen wir in diese Rohren,
die nicht wie Vorgeschrieben auf
der Wiese lagen, sondern hochkant
standen und wir wackelnden hin
und her und hatten viel Spaß,
der nicht lange anhielt. Das Rohr
meiner Schwester viel um, genau
auf den Hinterkopf und ich sah
eine riesen Blutlache (noch heute
kann ich mich an den dumpfen
Aufschagton erinnern) ein
komischer Geruch ging an meiner
Nase vorbei, den ich seither der
Geruch des Todes nenne..
Nachdem Linda mit doppelten
Schädelbasisbruch im Krankenhaus
lag klingelte die ganze Nacht
unser Telefon ...Es war immer ein
Hin und Her, was die Ärzte und
mitteilten
Sie schafft
es, sie schaffte nicht, sie
schafft es, sie schafft es nicht.
Dann war es vorbei
und Linda war gestorben.
Ich weiß nicht,ob mir meine
Eltern je einen Vorwurf dafür
gemacht haben, aber ich weiß,
das ich mir Vorwürfe gemacht
habe, denn schließlich habe ich
sie ja überredet, deswegen bin
ich auch Schuld an ihrem tot-so
dachte ich. Ab diesen Zeitpunkt
habe ich mich in mich selbst
versteckt, in einer Person, die
ich seid daher eigentlich haßte
und wenn ich mich selbst nicht
leiden konnte, wie könnte es
sein, das mich andere mögen.
Mit meinen Eltern
und Bruder konnte ich über
dieses Thema nie reden, weil
jeder sich eine Schutzmauer
aufgebaut hatte, die heute noch
bei jedem steht. So ging ich auf
eine längere Suche, etwas zu
finden, wo ich mein Leid und mein
Schock, Probleme und
Selbstvorwürfe abladen konnte
und ich wurde fündig.
In der Bar meines Vaters, ich war
etwa 9 Jahre alt, da fand ich
einen 80%igen Rum, von dem ich
einen Schluck nahm. Ich bemerkte,
das mich der Wirkstoff des Rum´s
vergeßlich macht, nicht nur das,
sondern auch lustig, ja sogar die
Kopf und Magenschmerzen die ich
öfters hatte verschwanden. Ja,
ein richtiges Wundermittel hatte
ich entdeckt. Mit der Zeit nahm
ich öfter von diesem
Wundermittel und mit der Zeit
wurden es auch immer mehr
Schlücke (Ich verstehe bis heute
nicht, warum meine Eltern das nie
merkten, somal die Flasche immer
leerere wurde, obwohl sie nichts
davon tranken).
Meine
Selbstvorwürfe waren so stark,
das ich Depressionen bekam, ja
sogar Aggressionen, die extrem
stark wurden, das ich Flaschen
und Gläser zertrümmerte und mir
mit den Scherben in Bein und Arme
Schnitt.Meine Eltern merkten nie
etwas davon,so das sie auch nie
einen Anlas fanden mich zu einem
Psychologen zu schicken.
Während andere als
Jugendliche die erste Freundin
hatten, zeigt mir das Leben, das
mich wirklich niemand mag, denn
ich fand keine und ich blieb
Junggeselle. Oft wünschte ich
mir, so wie meine Eltern, das ich
ein Mädchen geworden wäre. Ich
war der Meinung, dann wäre mein
Leben anders verlaufen und
vielleicht einfacher. Als
Mädchen hätte ich vielleicht
sogar schon einen Freund.
Mit 18 kam ich in
die Lehre, die ich auch bestand,
aber leider nur durchschnittlich,
wie so vieles, oder fast alles in
meinem Leben-seid den Tod meiner
Schwester.
Ich kam zur
Bundeswehr und auch hier mußte
ich feststellen, das mich niemand
mag, denn ich bekam einen Chef,
der immer etwas an mir fand, wo
er herum nörgeln konnte. Meine 4
Jahre als Berufssoldat bestand
ich auch wieder durchschnittlich
und mein Chef der Major sagte das
er froh wäre mich endlich los zu
haben.
In dieser Zeit waren meine
Probleme ja nicht gelöst, und
nach einigen Psychologenbesuchen,
die Stationär und ambulant
stattfanden versuchte ich mein
Glück bei einen Standortpfarrer,
der mir genau wie alle anderen
nicht helfen konnte, so entschied
ich mich dem Alkohol freie Hand
zu geben, denn der war ja der
einzige, der mir helfen konnte.
So dacht ich.
Ich war zwar nie jemand, der viel
Getrunken hat, aber ich war immer
derjenige, der jeden
Tag betrunken war.
Bei der Bundeswehr lernte ich
etwas neues kennen, was noch
besser war als der Alkohol,
nämlich das Kiffen (Hasch/Gras
rauchen oder auch haschen
genannt).
Hey! und mit Alk zusammen, war
das ein Super starker Tobak und
die Wirkung war genial.
Ich nahm also nach
meiner Bundeswehrzeit das wissen
mit, das es 2 Dinge gibt, die
meine Probleme lösen können.
Die Zeit nach der
Bundeswehr ging weiter wie
bisher, meine Arbeiten
verrichtete ich ausreichend und
ich nahm eine Mobbingstelle nach
der anderen an. Der Alkohol und
der Hasch kostete mich soviel
Geld, das ich versuchte mit
zocken an Spielautomaten zu
Moneten zu kommen, aber das
führte nur dazu, das ich immer
mehr in Schulden kam und ich ein
neues Problem hatte....
Aber !!!!! dies war ja schon
wieder einen Grund mehr meine
Freunde Alk und Hasch einzuladen.
Mein Leben entwickelte sich so
weiter, das ich am Ende ständig
Gründe hatte gerade jetzt zu
saufen oder zu kiffen, ja sogar
noch schlimmer irgendwann
gehörte es zu meinem Leben.
Ohne eine bestimmte Menge an
Alkohol, konnte ich nicht
einschlafen.
Ich verbrachte am Wochenende
12-16 Stunden von 24 in Kneipen
und haute mir ein Bier nach dem
anderen rein und verzockte mein
Geld an Sielautomaten, welches
ich wieder am Geldautomaten
gezogen hatte, obwohl ich schon
längst wieder in Minus war.
Vorher aber habe ich schon einige
Bier zu Hause getrunken oder zog
mir noch eine Tüte bei ein paar
Kumpels rein, damit es in den
Kneipen nicht so teuer werden
würde.
Irgendwann bemerkte
ich, das meine z.Z drei Freunde
(Spielautomat, Alkohol und Hasch)
eigentlich keine Freunde waren,
sondern mich immer tiefer in das
Vergehen zogen. Es kamen Momente,
wo ich Arbeitsstellen verlor und
ich aus meine Wohnung
rausgeschmissen wurde.
Andere, die mich früher kannten,
die sahen mich eine Zeitlang nur
mit Pennern herum sitzen, die
sich mit den letzten Groschen das
Billigbier finanzierten, aus
halbgerauchten Zigaretten, die
Kunden vor Großmärkten
wegschmissen neue Zigaretten
drehten und versuchten auf
irgendeiner weise an Geld zu
kommen.
Wo ist bei
deiner Geschichte eigentlich
Jesus, fragt ihr euch
bestimmt-oder?
Ja und genau das
habe ich mich auch gefragt und es
kam der Zeitpunkt, wo ich mich an
jemanden erinnerte, der für mich
ans Kreuz gegangen und für mich
gestorben ist und ich aus diesem
Grund ständig in die Kirche
gehen mußte.
Also mußte ich mit ihm mal
von Mann zu Mann reden, aber erst
einen Mutmacher trinken und
dann ab in die Kirche, aber -
erst dann wenn kein Gottesdienst
ist.
Und als ich in der Kirche saß
spürte ich in mir, das Gott es
sein mußte, der für alles
schuld ist, denn von ihm heißt
es doch, das er das :
- Alpha
und das Omega ist
- Er
das Leben gemacht hat
- Er
alle meine Haare auf
meinem Kopf kennt und
genau weiß wie es mir
geht
Ja, er weiß wie es
mir geht, aber er läßt es zu
und es entstand eine Wut in mir,
das ich aufstand und die große
Alpha-Omegakerze nahm und vor dem
Altar warf und ich Schrie:
"wo
bist du!"
"warum machst du das mit
mir"
"was habe ich dir
getan"
"warum laßt du das zu"
Und je mehr ich
ausrief, je mehr mußte ich
weinen, aber auch der Haß wurde
immer mehr.
Seid dem nahm ich
mir zu Hause öfters
mal die Bibel in die Hand
und laß das Alte Testament. ich
bemerkte, das Gott sehr zornig
war, das er ein strafender Gott
ist und streng dazu. Irgendwie
stimmte es nicht, in diesem Buch
müssen sie von einem anderen
Gott reden, als die, die sich
Christen nennen.
Ich bekam Angst und ich entschied
mich lieber das Neue Testament zu
lesen wo ich Gott von einer
anderen Seite sah.
Hier merkte ich das einige
stellen der Bibel, genau auf
meine jetzige Situation paßten
und seltsamer Weise paste die
selbe Stelle ein anderes mal
wieder genau auf eine ganz andere
Situation.
Ich merkte, das ich durch die
Bibel lebte, sie wird lebendig
durch den, der sie liest, aber
all das Schöne was da drin stand
reicht nicht, Jesus als meinen
Freund anzunehmen.
Es machte mich zu tiefst traurig,
das ich mich in mir selbst so
versteckt habe, das ich keine
Freunde mehr hatte, und wenn
andere mich so annahmen, wie ich
war, so habe ich die Freundschaft
nicht gepflegt. Ich fand mich
eklig und ich haßte mich, weil
ich merkte, das ich das
eigentlich nicht bin,was ich
gerade bin, ich kam mir vor wie
ein Mensch, indem ein Mutand
leben würde und ich haßte Gott,
das er das zugelassen hat.
Irgendwann als ich wieder einmal
betrunken war, mußte ich weinen,
weil niemand mein Leid sieht und
das ich mit niemanden dadrüber
reden konnte. Ich beschloß mir
die Pulsader auf zu schneiden,
aber extra falsch rum, damit auch
jeder sehen kann, wie schlecht es
mir geht. Dann ging ich ins
Krankenhaus und die wollten mich
sofort in die Klappsmühle
stecken (wie ich es geschafft
habe, das ich am nächsten Morgen
in meinem Bett aufgewacht bin,
ist eine längere Geschichte, die
ich hier nicht erzählen
möchte). Mein Vorhaben ist also
fehlgeschlagen, aber dafür wurde
meine Wut und mein Selbstmitleid
größer.
In meinem Leben bin
ich sehr oft umgezogen,
denn immer wenn ich eine neue
Arbeitstelle bekam, zog ich auch
in dieselbe Ortschaft.
Mein innigster Wunsch
aber war es schon eh und je
wieder dort hin zu ziehen, wo ich
aufgewachsen war (in die nähe
von Köln). Dieser Umzug war der
seltsamste, denn das ganze lief
mir zu glatt, obwohl ich eine
Stelle hatte, wurde mir eine
andere angeboten in der
Ortschaft, wo ich aufgewachsen
war, nicht nur das, sondern eine
Wohnung war auch schon da das
ganze kam mir sehr vorbereitet
vor (war das Jesus?).
Hier verdiente ich recht gut
Geld, mehr, als ich je verdient
hatte und ich konnte mir einen PC
leisten mit dem ich ins Internet
gehen konnte. Eine AOL-
Internet-Zugangssofware kam mir
in die Hände und so neugierig
wie ich bin, installierte ich sie
auch sofort.
Leider war Aol damals so teuer,
das es sich fast niemand leisten
konnte und damals mußte man an
Aol bezahlen und extra nochmal an
die Telekom. Aber mit der
Kündigung meiner
Lebensversicherung kam ich aus
diesen anfallenden Schuldenberg
wieder raus.Danach wurde Aol ein
Segen billiger.
[Ich
werde Christ]
Wer Aol kennt,
weiß, das dieser
Internetanbieter die meisten und
schönsten Chaträume anbietet
und genau diese schaute ich mir
an, denn vielleicht werde ich
über das Internet eine Frau
finden.
Ich stieß auf einen Raum, der Raum
Gottes hieß.
Neugierig schaute ich mal rein
und stellte fest, das hier nicht
nur Christen drin waren, sondern
auch sogenannte möchtegern
Satanisten und welche, die
einfach nur ärgern wollten.
Wow!!! das war ein
Raum für mich und ich schnappte
mir die Bibel und störte
mit.
Zu diesem Zeitpunkt war ich noch
der Meinung die Bibel würde sich
widersprechen und so fand ich
auch zu jeden Argument, die
Christen offenlegten ein
Gegenargument.
Was mir gar
nicht bewußt war: ich lernte in
all den Tagen mehr und
mehr über Gott.
Wie so viele
Nichtchristen, glaubte ich an so
vieles, nur nicht an Gott, ich
glaubte an jede Macht, ich
besorgte mir sogar besprochene
Steine, die mir Glück bringen
sollten, kaufte mir Heu und Kohle
kochte sie in irgendein Gebräu,
den mir jemand als Rezept gab
trocknete es, zündete es
an und lief damit durch
meine Wohnung und sagte dabei
irgendwelche Sachen, die ich
dabei sagen sollten.
Ich glaubte an
Okkultes und an Esoterisches und
vieles andere, aber ganz
besonders glaubte ich an
Nostradamus (Astrologe, Arzt und
Hellseher) und seine Aussage, das
am 11.11.1999 die Erde von einem
Meteor zu mehr als 70 % zerstört
würde.
Ihm habe ich es zu verdanken, das
ich Panik bekam und mir Gedanken
darüber machte, das ich ja zu
den 70 % gehören könnte, die
dabei sterben werden. Ich
erinnerte mich an die
Bibelstellen, wo Jesus sagt, das
die, die an ihm glauben nach dem
Tod im Himmelreich weiterleben
würden und genau das wollte ich
auch. Nur wie glaubt man???
Der vorhergesagte
Tag kam immer näher und meine
Panik wurde immer größer und
ich hatte nur noch einen Wunsch,
vor meinem Tot an Gott zu glauben
und da ich nicht wußte wie, ging
ich wieder in diesen Chatraum und
schrieb mit dicker und großer
Schrift
"kann
mich denn niemand zu Gott
bringen?"
Aber ich schaffte es
nicht, was ich erreichen wollte
und der 10.11.1999 war gekommen
und auch die Zeitung schrieb auch
von einem Meteor, der unterwegs
zur Erde wäre und sie beriefen
sich dabei auf die Aussage von
Nostrdamus.
Aber 11.11.1999
blieb die Erde die selbe wie am
Tag zuvor.
Es änderte
sich also nichts, außer mein
Leben, denn die Christen in
den Chaträumen wuchsen mir trotz
meiner Versuche zu provozieren
ans Herz und wurden zu meinen
Online-Freunden.
Meinen Sceennamen fand ich
auf einer Christlichen
Mailingliste wieder -
ich weiß bis heute nicht, wem
ich das zu verdanken habe. Von
einem Tag auf den anderen
explodierte meine Mailbox.
Christliche Mails türmten sich
und ich hatte teilweise an die 50
bis 100 Mails zu lesen. Jemand
aus dem Verteiler antwortete auf
meine Frage, was der Verteiler
sei: "Lies und schreib
einfach mit!" - das tat ich
dann auch.
Im Laufe der Wochen
bemerkte ich, daß meine
provozierenden Mails immer
liebevoller, nachdenklicher und
ehrlicher wurden. Ich bemerkte,
daß ich wieder lernte Gott jeden
Tag mehr zu lieben. Unbewußt
waren meine Gedanken nur noch bei
Gott und anstatt in Internet zu
surfen suchte ich den Kontakt mit
Christen im Chat. Ich kannte ja
auch nur Christen im Internet -
so wurde AOL zu meiner zweiten
Heimat.
Ich stellte in dieser
Mailingliste viele Fragen
und ich bekam auch
viele Antworten es waren
Antworten, die ich kannte - es
waren Worte aus den Bibel, Worte
die ich aber jetzt erst verstand.
An diesen Abend fand ein
Gespräch statt, das ich noch nie
so geführt habe, ich stellte mir
Jesus vor uind bot Jesus einen
Platz an dann fing ich an zu
reden und ihn anzuklagen, zu
weinen und zu schreien, dann
aber bat ich ihn meine
Sünden zu vergeben und mich aus
der Sucht raus zu holen.
Dann wurde es ruhig in mir und
ich merkte Stille in mir.und ich
sagte zu Jesus, das er ab heute
in meinem Leben regieren soll.
[Jesus
heilt]
Als ganz frischer
Christ, der ja nur Christen im
Internet kannte, fehlte mir eine
Gemeinde.
Einer meiner Online- Geschwister kam zu mir nach
Hause, um mit mir in eine Freie
Evangelische Gemeinde in meinem
Heimatort zu gehen. Er fuhr fast
400 km dafür, um dies für mich
zu tun.
"Geschwisterliebe"
nannte er das. So was kannte ich
noch nicht ... aber ich fand es toll..
Jesus erhörte meine
Bitte indem eines Tages ein
Kontakt zu einer lieben Frau aus der
Mailing-Liste entstand, der ich
mein Leid klagte. Innerhalb
kurzer Zeit bekamen wir großes
Vertrauen zueinander. Ich
erzählte ihr, daß ich
Alkoholiker bin und auch was
dagegen machen wollte
... aber
keine stationären Therapie.
Sie war aber davon überzeugt,
daß genau dies der richtige Weg
sei und ließ nicht nach mich zu
"bearbeiten". Wir haben
viel zusammen durchgemacht bis zu
dem Zeitpunkt wo ich mich dann
doch für eine stationäre
Therapie entschied.
Die ganze Zeit über
merkte ich, daß ich die Zügel
meines Lebens gar nicht mehr in
der Hand hielt, sondern daß es
im Grunde immer wo anders hinging
als ich es wollte. Kein Wunder,
Jesus sollte ja auch mein Leben
führen.
Ich brauchte viel
Mut es meinen Eltern zu beichten
und genau dies war es wovor ich
immer Panik hatte, was
würde sie sagen, was würden sie
denken
Sie nahmen es eigentlich sehr
gelassen hin ... ich war total
verwundert.
Dann ging alles
rasend schnell. Denn Jesus hatte
alles schon vorbereitet
Schon ein paar Tage
später war ich zum Entzug in der
Klinik. Eine Woche mußte
ich dort bleiben ... es war die
längste Woche meines Lebens.
Sofort bekam ich Ausgangs- und
Kontaktsperre, ich konnte nicht
einmal mehr Kerstin oder meinen
Eltern bescheid geben, daß es
mir gut geht und wo ich bin. Daß
ich Kerstin nicht anrufen konnte
machte mir bewußt, wie sehr ich
sie vermißte und wie sehr sie
mir ans Herz gewachsen war.
Als mein Entzug
vorbei war dachte ich das wäre
es gewesen. Wieder sollte es
anders kommen:
Bernd, von der Internetmission und Vorstand des
Missionwerkes Lebendiges Wasser, (das ist übrigens
derjenige, der mir den
Klinikplatz besorgte) erklärte
mir geduldig, daß dies doch nur
der Entzug und nicht die
eigentliche Therapie war. Ich
sollte ihm in den nächsten Tagen
Bescheid geben, ob ich mich
stationär behandeln lassen
wollte oder nicht. Ich dachte, so
lang kann das ja nicht dauern.
Aber: es sollten mehrere Monate
werden. Ich sagte zu ihm:
"Ich mach es" Aber bis
zu dem Beginn der Therapie waren
es noch eine Woche (was auch
verwunderlich ist, denn auf einem
Therapieplatz wartet man normal 6
Monate bis 1 Jahr für mich war
aber alles schon breit. In dieser
verbleibenden woche entschied ich
mich nach Hause zu fahren um erst
mal Kerstin anzurufen. Irgendwie
ist dann passiert, daß ich ihr
meine Gefühle zu ihr offenbarte
... und sie erwiderte sie.
Das Treffen der Internetmissions Mitglieder war
gekommen. Kerstin war damals
Mitglied und ich war als Gast
dort. zwischen uns beiden funkte
es gewaltig. Bis zum Beginn der Therapie hatte ich noch Zeit
sie 3 Tage zu Hause zu besuchen.
Dann ging es direkt in die Klinik und ein Problem
jagte das andere.
- Wie
sollte ich das
überstehen, Sechs Monate
Therapie und verliebt
über beide Ohren. Wie
oft werde ich sie sehen?
- Was
wird aus meinem Job?
Bleibe ich standhaft wenn
ich nach der Therapie
meine alten Freunde
wieder treffe? Mit denen
ich jeden Tag gekifft
oder gesoffen habe?
- Was
wird aus meiner
Arbeitsstelle, ich hatte
gehört, das sie Haß auf
mich hatten
- Was
wird aus Kerstin und mir?
- Wer
zieht zu wem?
Aber auch hierbei
half mir Jesus. Er sorgte dafür,
daß Kerstin mich jede Woche
besuchen konnte - was auch
einfach 400 km waren -, daß mein
Chef mir nach meiner Therapie
kündigte, so daß ich
Arbeitslosengeld beziehen konnte,
(obwohl eine Kündigung zu diesem
Zeitpunkt gesetzlich unmöglich
war), denn Grund für eine
Kündigung bestand ja nicht und
er war unterbesetzt und war auf
der Suche nach einen Gesellen.
Meine Beziehung zu Kerstin wurde
so fest, daß ich es wagen konnte
im Anschluß an die Therapie
meine Wohnung aufzugeben und zu
ihr zu ziehen (so war auch die
Frage nach den alten Freunden
geklärt).
Wie schon
beschrieben muß man
normalerweise 6 Monate bis 1 Jahr
warten, bis ein Therapieplatz
frei wird. Jesus machte für mich
den Weg sofort frei, denn er
wußte was für mich gut ist. Ich
hatte viel aufzuarbeiten in
diesen Monaten ... eine Menge zu
verkraften und anzusehen was mein
Leben betraf. in dieser Zeit
hatte ich einige
tiefenpsychologische Stunden zu
überstehen, vieles aus meiner
Kindheit anzuschauen, Erlebnisse
und Schmerzen nochmals durchzuleben,
gescheiterte Beziehungen
nachzuarbeiten und Probleme
anzuschauen und zu bearbeiten.
Jetzt weiß ich - auch wenn ich
es damals oft nicht spürte -
daß Gott immer bei mir war und
mich dort getragen hat, wo ich
nicht mehr gehen wollte/konnte.
Während der ganzen
Zeit lernte ich viel über Gott.
Die Klinik des Blauen
Kreuzes ist ein
christliches Haus. Es gibt neben
Andachten und Tischgebeten
freiwillig tägliche Bibelkreise
und ein wöchentliches
Bibelgespräch.
[Mein
neues Leben]
Heute sind Kerstin
und ich über mehrere Jahre
verheiratet. Kerstin kennt mich
nicht als nasser Alkoholiker (nur
Telefonisch), sondern als
Neugeborener und geheilter Mensch
in Christus.
Jesus schenkte mir neue Freunde,
- Freunde - die auch Christen
sind, mehr fFeunde als ich je
hatte, Freunde - die Verständnis
für mich haben, Leute die mich
aufbauen, wenn ich schwach bin
und Menschen, die mich immer
wieder dran erinnern, das ich
durch Jesus frei bin.
Frei sein durch
Jesus heißt nicht, das ich
wieder Alkohol zu mir nehmen
kann, oder kontrolliert trinken
könnte, nein - es heißt, das
ich nicht mehr alleine kämpfen
muß, wie so viele andere die es
geschafft haben trocken zu
werden, aber keine Christen sind
aber es heisst, das die größte
Macht des Universums mit mir
kämpft und mir verspricht:
Sei tapfer
und Entschlossen
und laß dich nicht erschrecken
und verliere nie den Mut
Denn ich dein Herr bin bei dir
wohin du auch gehst
Josua 1,9
Denn ich bin bei dir bis
ans ende aller Tage
Apostelgeschichte
Aus diesen Spruch von Josua seht
ihr, das ich genau wie alle
anderen Alkoholiker die trocken
geworden sind innere Kämpfe zu
überstehen habe, das ich
weiterhin Psychologische Besuche
absolvieren ober
Selbsthilfegruppen besuchen muß.
Was ich in über 20 Jahren an
Mist auf mich geladen habe, kann
ich nicht in 1 oder 2 Jahren
bearbeitet haben
Aber wenn ich den
alten Jörg anschaue und den
heutigen, kann ich nur sagen es
ist ein Wunder geschehen. Auch
wenn ich noch innere Kämpfe zu
bewältigen habe, so laufe ich
unter Gottes Schutz und das macht
mich froh und beruhigt mich
Ich weiß
mich beschützt und geborgen,
darum bin ich voll Freude und
Dank (Psalm 16,9)
Diese Homepage ist
ein Ausschnitt meiner Reise mit
Gott, bei der ich noch lange
nicht im Ziel bin ... aber immer
unterwegs
Danke Jesus! :-)
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